Die Labyrinthgeschichte geht weiter

Nach der Ausstellung in der Kirche entsteht nun in einigen Arbeitsabschnitten das begehbare Labyrinth im Außenbereich der Marienkirche.
Unter fachkundiger Anleitung haben sich einige tatkräftige ehrenamtliche Praktiker an die Umsetzung der Pläne gemacht.
An mehreren Samstagen wird in Teilabschnitten das Labyrinth gestaltet.

Ein erster Schritt war das Ausbaggern der Kreisfläche.


Darauf folgte das Setzen und Befestigen der Steine.
Mit guter Stimmung bei Sonnenschein und effektivem Anpacken konnte das Labyrinth an nur einem Samstag fertiggestellt werden.
Das Ausfugen und Anfüllen der Zwischenräume folgt nach Ostern.


Sie sind herzlich eingeladen, die Baustelle zu besichtigen -
und nach Fertigstellung gerne eigene Erfahrungen zu machen „auf dem Weg nach Innen“.

Was ist ein Labyrinth

Was ist ein Labyrinth?
Die Geschichte des Labyrinths ist alt. Seit Tausenden von Jahren erfreut es die Menschen, die es kennen und verwenden.

Das älteste, bekannte Labyrinth wurde 1200 vor Christus in eine Tontafel geritzt. Es wurde in Griechenland gefunden. 

Labyrinthe gibt es an verschiedenen Plätzen und in unterschiedlichen Bauweisen:
 In den Rasen gestochen, in Felswände geritzt, mit Steinen aufgemalt, gesetzt, gelegt, als Bodenmuster.
Ein Labyrinth ist kein Irrgarten. 

Das Labyrinth hat nur einen Weg. Dieser ist verschlungen und führt zur Mitte. Das Wegemuster führt unter regelmäßigem Richtungswechsel zur Mitte und von dort wieder nach außen.

Schon sehr früh wurde das Labyrinth von der Kirche verwendet. Im 4. Jahrhundert wurde in Algier in einer Kirche ein Bodenmosaiklabyrinth eingebaut.


Das Labyrinth ist ein Erfahrungssymbol
Es lädt ein, eigene Erfahrungen zu machen.: z.B. an Wendepunkten des Lebens, als Ort des Gebets oder Teil von Festabläufen.
 Es kann Einkehrweg, Tanzplatz, Pilgerweg, Ort der Erkenntnis…ein Weg der Liebe sein.


Seine Grundbotschaften sind:

  • Das Leben ist kein gerader Weg.
  • Im Leben gibt es (gewollte und ungewollte) Wendungen.
  • Es gibt eine Mitte.
  • Vertraue dem Weg. Vertraue dir und geh.
  • Der Rückweg gehört dazu.
  • ...

Ein Labyrinth, lädt ein, inne zu halten. 

Perspektiven zu wechseln.

Wach zu sein. Mögliche Wege zu gehen.

Gemeinsam zu gehen. Sich einzulassen…
Sich einzulassen auf die Fragen des Lebens.

Die persönlichen, die gesellschaftlichen, politischen, spirituellen.


Es gibt keine Antworten.

Es bietet Raum, sie zu suchen, alleine, oder mit anderen, in Gruppen oder zu zweit.

Herzliche Einladung: Begleiten Sie die Fertigstellung des Labyrinths und freuen Sie sich auf die ersten eigenen Erfahrungen damit!

Bericht zum Labyrinth aus dem Gemeindebrief sowie Eröffnungsrede zur Labyrinthausstellung im November 2020 des Künstlers Horst Ellner (Deckenpfronn)